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Jubiläum 30 Jahre ANU





Landschaftsbegehung 2013



Am Samstag, den 8. Juni 2013

Nach zweijähriger Pause fand in diesem Jahr wieder eine Landschaftsbegehung mit dem Oberbürgermeister, dem Umweltbeauftragten und Gemeinderäten der Stadt Nagold statt. Auf Anregung der ANU werden solche Begehungen regelmäßig seit den 1980iger Jahren durchgeführt.

Die erste Station war das Naturschutzgebiet Teufelshirnschale. Von der Kreuzung Iselshauser-/Brunnenstraße aus erläuterte Thomas Ebinger die Pflegemaßnahmen des BUND und die ökologischen Hintergründe für die Ausstockung des Berghanges am Lielach. Das Ziel ist eine Rückverwandlung in einen artenreichen, trockenen Wiesenhang. Bei der Ausarbeitung eines Konzepts für eine langfristige Pflege der Fläche, zum Beispiel durch eine Beweidung mit Ziegen, wird eng mit dem Umweltbeauftragten der Stadt Peter Widmann Rau zusammen gearbeitet.
Nach kurzer Weiterfahrt ging es an die Waldach Ende der Steinbeisstraße, wo Thomas Stadtlander deren Renaturierung, so wie wir sie uns vorstellen, angesprochen hat, dabei appellierte er an die Gemeinderäte und den OB ausdrücklich, bei Eingriffen im Uferbereich behutsam mit dem vorhandenen Baumbestand umzugehen, auf jeden Fall müssen die mächtigen Erlen erhalten bleiben.
Mit dem Bus ging es zur Station 2, am ZOB - Thema war die Gewässerrenaturierung am Beispiel der Waldach. Dieter Laquai und Günter Vollmer stellten klar, dass eine Renaturierung von der Brücke Freudenstädter Straße bis zur Mündung in die Nagold von der ANU Nagold nicht befürwortet wird, da der ökologische Nutzen in keinem Verhältnis zum finanziellen Aufwand steht. Für eine Sicherung und Erhöhung der Artenvielfalt in der Waldach wäre es sinnvoller, wenn die Renaturierung vom Viadukt in Richtung Iselshausen angegangen und möglichst kurzfristig umgesetzt würde.
Auf der Fahrt zum Kreuzertal, der Station 3 Höhe Weingartenstraße - kurzer Bus-Stopp - hier informierte Wolfgang Herrling über die aktiven Pflegemaßnahmen, die die ANU seit Jahren im Auftrag des Umweltbeauftragten Peter Widmann-Rau durchführt. Dieter Laquai erläuterte, warum aufwändige Eingriffe von Mäandrierungs-Maßnahmen am oberen Teil des Kreuzertalbachs wenig Sinn machen.
Weiter ging es nach Vollmaringen. Bei herrlichem Wetter ging es zu Fuß vom alten Sportplatz über den Waldrand am Lehnd nach Vollmaringen. Peter Widmann-Rau berichtete über umgesetzte Artenschutzmaßnahmen, die noch zu erweitern sind und informierte über Schutzgebiete wie FFH und Natura 2000. Mit Blick aufs Naturdenkmal Lehnd berichtete Wolfgang Herrling über die am Naturschutz ausgerichtete Arbeit des NABU Vollmaringen, wobei die praktische Landschaftspflege ein wichtiger Part ist.
Auf der Rückfahrt vorbei am Industriegebiet Wolfsberg wies Peter Widmann-Rau darauf hin, dass hier an der K4346 eine Grünfläche als Ausgleichsmaßnahme entstehen wird - die 2. Hochzeitsbaumwiese von Nagold. Bei der Fahrt vorbei am Salzlager an der L361 und dem Kehrau an der B28 ging Thomas Stadtlander auf den Sinn von Grünbrücken für Wildtier-Korridore ein. Er wies darauf hin, dass hier auch die Stadt Nagold in der Pflicht ist, um einen regen Wildwechsel zwischen Schwarzwald und Schönbuch zu ermöglichen.

Von dort ging es zum Abschluss in die Stadtacker-Hütte, wo die Stadt Nagold zu einem Vesper einlud.





Letzte Änderung: 14.07.2013